Einzelhandelskonzept der Stadt Oldenburg in Holstein

Für die Stadt Oldenburg in Holstein lag die Grundfassung eines Einzelhandelskonzeptes aus dem Jahr 2010/2011 vor. Dieses wurde für einen kleineren, in sich abgeschlossenen Bereich an der Kieler Chaussee im Jahr 2013 fortgeschrieben. Das Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2010/2011 war zwar nicht erheblich veraltet, allerdings ergab sich die Notwendigkeit der Fortschreibung aus inhaltlichen Erwägungen heraus. Auf diese Notwendigkeit wurde auch schon seitens der CIMA in der Fortschreibung 2013 hingewiesen. Gemäß Abschnitt A 5.6.2, Ziffer 4 der Städtebauförderungsrichtlinien 2015 für das Land Schleswig-Holstein sind im Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ an dem die Stadt derzeit teilnimmt, zudem die Ergebnisse eines aktuellen gesamtstädtischen Einzelhandelskonzeptes zu berücksichtigen.

Aus diesem Grund wurde für die Stadt Oldenburg in Holstein im Zeitraum von Oktober 2016 bis Januar 2017 von der Dr. Lademann & Partner GmbH, Hamburg, ein aktuelles Einzelhandelsentwicklungskonzept erarbeitet. Grundlage dieses Einzelhandelsentwicklungskonzepts bilden umfangreiche Strukturdatenerhebungen und empirische Untersuchungen des Einzelhandels im Stadtgebiet von Oldenburg in Holstein. Darüber hinaus wurde eine Passanten Befragung durchgeführt. Diese Ergebnisse sind detailliert im Einzelhandelsentwicklungskonzept dargelegt.
 
Auf der Grundlage dieser Daten hat Dr. Lademann & Partner gemeinsam mit der Stadt Oldenburg in Holstein die Strategie und den Entwicklungsrahmen für die künftige Einzelhandelsentwicklung in Oldenburg in Holstein abgeleitet.
 
Wesentliche Zielsetzungen der künftigen Einzelhandelsentwicklung betreffen die Weiterentwicklung, insbesondere des großflächigen Einzelhandels, im zentralen Versorgungsbereich (Teile des VU-Gebietes) der Stadt. Der zentrale Versorgungsbereich im planungsrechtlichen Sinn ist der Innenstadtbereich Oldenburgs.
 
Darüber hinaus sind im Stadtgebiet von Oldenburg zwei Fachmarktagglomerationen (Am Voßberg und Kieler Chaussee) vorhanden. Diese weisen jedoch nicht den erforderlichen Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiemix sowie die notwendige Siedlungsintegration auf, die planungsrechtlich für die Festlegung als zentraler Versorgungsbereich erforderlich sind.
 
Um die Bedeutung des zentralen Versorgungsbereiches Innenstadt und dessen regionale Bedeutung für Stadt Oldenburg in Holstein zu erhalten und zu fördern, soll die Einzelhandelsentwicklung Oldenburgs in den nächsten Jahren wesentlich auf diesen Bereich konzentriert werden. Diese Konzentration betrifft insbesondere die sogenannten zentrenrelevanten Sortimente. Die zentrenrelevanten Warengruppen / Sortimente wurden in Abstimmung mit der Stadt Oldenburg in Holstein ermittelt und in der sogenannten Oldenburger Sortimentsliste festgeschrieben.
 
Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung der beiden Fachmarktagglomerationen soll vor allem auf dem nicht-zentrenrelevanten Bedarfsbereich liegen. Neuansiedlungen für den Bereich der nahversorgungs- und zentrenrelevanten Sortimente werden nicht empfohlen, da in der Folge die (begrenzten) Entwicklungspotenziale für die Innenstadt nicht mehr zur Verfügung stünden. Hier angesiedelten bestehenden Betrieben sollen hingegen Modernisierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Bei (moderaten) Verkaufsflächenerweiterungen ist hierbei jedoch in jedem Fall eine sehr sorgfältige Abwägung der Chancen, Risiken und Auswirkungen auf die Innenstadtentwicklung vorzunehmen.
 
Darüber hinaus soll eine restriktive und kritische Bewertung von Vorhaben in Streulagen z.B. an der Holsteiner Straße oder Bahnhofstraße erfolgen, um eine weitere Zersplitterung der Einzelhandelsstrukturen zu vermeiden.

Das Einzelhandelskonzept zum Download finden Sie hier:


 

Mehr Informationen zum Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren erhalten Sie unter: http://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/AktiveStadtUndOrtsteilzentren/aktive_stadt_

und_ortsteilzentren_node.html

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