Umfrageergebnisse zum Thema Behinderung in Oldenburg - Bei der Auftaktveranstaltung zum STADTRADELN am 02. September haben die Behindertenbeauftragte Martina Scheel und die Auszubildende Katharina von der Heyde große Resonanz auf ihren Inklusionsstand und die anonyme Umfrage erhalten. Alle Teilnehmer gaben an, sie hätten bereits Erfahrungen mit behinderten Menschen gemacht und würden ihnen auf der Straße bei Bedarf helfen.

Die Frage danach, was man in Oldenburg an der Barrierefreiheit machen könnte, wurde vielfältig beantwortet. Besonders gewünscht wurden mehr Rampen und Fahrstühle, befestigte Fußwege (z. B. Weidenkamp zur Streuobstwiese), abgesenkte Bordsteine und begradigte Pflastersteine. Weitere wichtige Themen waren öffentliche Behinderten-Toiletten (z. B. in der „Blain-Halle“), barrierefreie Neubauten, Unterkünfte und Hotels sowie eine App der Stadt für inklusive Informationen. Dem Hinweis, Mängel oder konstruktive Vorschläge an die Verwaltung zu melden, schließen wir uns gerne an. Passende Ansprechpartnerin wäre auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg in Holstein. Kontakt zu ihr finden Sie über www.behindertenbeauftragte.oldenburg-holstein.de oder unter der Telefonnummer 0173-8833688 bzw. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zum Thema Barrierefreiheit beim Sport hatten Martina Scheel und Katharina von der Heyde für die Veranstaltung in einem Kurzfilm Bilder der unterschiedlichsten Sportarten, die man mit einem Handicap ausüben kann, zusammen gestellt. Interessenten können sich bei dem oben genannten Link die Bilder in einer PDF-Datei anschauen und herunterladen.

Ein weiterer Aspekt der durchgeführten Umfrage betraf die persönliche Einstellung der Befragten zur Inklusion. Diese hat ergeben, dass Inklusion für alle ein sehr wichtiges Thema ist und man hierbei nicht wegschauen darf. Folgendes Zitat berührte Martina Scheel und Katharina von der Heyde: Den Befragten ist es bewusst, dass Inklusion ein langwieriger Prozess ist. Es gab auch konstruktive Kritik: Die Verhältnismäßigkeit bei der Umsetzung in die Infrastruktur in Bezug auf die
Kosten.

Man ist der Frage nachgegangen, was sich die Teilnehmer in Oldenburg für Einrichtungen wünschen, die behinderte Personen nutzen können.

 - Schwimmbad / Hallenbad
 - Gaststätten
 - Restaurants, Sportplätze
 - Aufzüge und Rampen / barrierefreie Hotels
 - Spielplätze die alle nutzen können
 - Ebene Straßen, abgesenkte Bordsteine
 - öffentlichen Ort, wo sich Menschen mit einer Behinderten treffen können (für alle und inklusiv)
 - Toiletten, Geschäfte, Kino

Die Befragten wünschen sich von der Gesellschaft mehr Hilfsbereitschaft, Toleranz, Offenheit und Achtsamkeit. Teilhabe wird hierdurch zur Normalität und es wird selbstverständlich, überall an Barrierefreiheit zu denken. Erreicht werden kann dieses Ziel z. B. durch mehr Aufklärung in den Schulen und gegenseitiges Kennenlernen in offenen Begegnungsstätten. In den Schulen wird dafür mehr Personal benötigt und Arbeitgeber sollten öfter behinderte Menschen einstellen.
Auch der öffentliche Nahverkehr und die finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Land wurden genannt. Martina Scheel und Katharina von der Heyde bedankten sich bei der Stadtverwaltung herzlich für die Unterstützung ihrer Aktion durch die Bereitstellung von Arbeitszeit und Material.