Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Tätigkeitsbericht 2014
3. Bericht des Stadtjugendpflegers Lukas Riechert (Fallkonferenzen)
4. Verschiedenes

Anwesend waren: Herr Brauer, Herr Kudling (Seniorenbeirat); Frau Freitag-Ehler, Herr Riechert (Stadtjugendpflege); Herr Klahre (Wagrienschule); Herr Schoer (Selbstverwaltung); Maximilian Kruse, Tino Seßelberg (Kinder- und Jugendbeirat); Herr Seydel (Jugendgerichtshilfe); Herr Schritt (Schulsozialarbeit/DKSB); Herr Gertz (Polizeidirektion Lübeck), Herr Görrissen (OSV); Herr Reimer (Polizeizentralstation Oldenburg i. H.); Frau Petri (ATS); Herr Gertz (Präventionsstelle Polizeidirektion Lübeck); Herr Voigt, Herr Saba (Stadtverwaltung)

Von der Selbstverwaltung: Frau Knees, (Bürgervorsteherin); Frau Schuldt (Stadtverordnete); Frau Kümmel (Stadtverordnete); Frau Schlichter-Schenck (Stadtverordnete); Herr Seidel (Stadtverordneter); Herr Trubbas (bürgerliches Mitglied)

Es fehlten entschuldigt: Herr Lörchner, Frau Niemann (FD Soziale Dienste Kreis OH); Herr Braatz (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde);

Bürgermeister Voigt eröffnet die Sitzung um 19:00 Uhr und begrüßt die Mitglieder des Kriminalpräventiven Rates und die anwesenden Bürgerinnen und Bürger.

Herr Voigt gibt den Tätigkeitsbericht 2014 für den KPR ab. Der Bericht ist der Niederschrift als Anlage beigefügt und ist auf der Internetseite der Stadt Oldenburg in Holstein einzusehen. Anschließend bittet Herr Voigt den Stadtjugendpfleger um die Abgabe seines Berichtes zu den Fallkonferenzen.

Herr Riechert teilt mit, dass er als Nachfolger von Heiner Backer die Fallkonferenzen durchführt. Die Konferenzen dienen dazu, gemeinsam mit delinquenten Jugendlichen eine konkrete Einzelfallhilfe zu erarbeiten, um weiteres straffälliges Verhalten zu vermeiden. Diese Einzelfallhilfe ist sehr zeitintensiv und konnte aufgrund fehlender Zeitressourcen nicht im notwendigen Umfang erfolgen. Herr Riechert schlägt vor, dass ein Arbeitskreis aus verschiedenen Institutionen gebildet wird Stadtjugendpflege, Stadtverwaltung, ASD Ostholstein, Schulen, Schulsozialarbeit, Polizei, ATS, etc.). Dieser Arbeitskreis soll verschieden persönliche und soziale Problemlagen des/der Jugendlichen erfassen und unter Einhaltung des Datenschutzes behörden- und
institutionsübergreifend gemeinsame und geeignete Hilfen entwickeln und anbieten.

Herr Riechert bittet um Meinungsäußerungen zu seinem Vorschlag. Herr Saba spricht sich für diese Variante aus. Er weist darauf hin, dass die Fallkonferenzen ursprünglich Bestandteil eines Netzwerkes waren. Hierdurch konnte vermeiden werden, dass der/die delinquente Jugendliche Behörden und Institutionen gegeneinander ausspielt bzw. Desinformationen streut. Das Netzwerk hat sich bewährt. Herr Saba begrüßt ausdrücklich, dass das Netzwerk wieder aktiviert werden soll.

Herr Gertz erläutert für die anwesenden Gäste, was sich hinter dem Begriff „Fallkonferenz" verbirgt. Auch er begrüßt, die Einrichtung eines Netzwerkes. Kritisch sieht er, hierfür einen neuen Arbeitskreis zu bilden. Er wünscht sich, dass das Netzwerk als Arbeitsgruppe des KPR fungiert. Herr Riechert wird eine Handlungsvereinbarung für die Teilnehmer des Netzwerkes erarbeiten und dann zeitnah die Behörden und Institutionen zu einem Treffen einladen.

Herr Voigt ruft den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes" auf. Herr Saba berichtet darüber, dass der KPR sich entschieden hat, das Thema „Cyber Mobbing und soziale Medien" zu behandeln. Hier gibt es insbesondere nach Auffassung der Schulen und der Polizei großen Handlungsbedarf. Herr Saba schlägt vor, dass sich die Arbeitsgruppe am 01.04.2015 erstmals treffen soll. Er bittet darum, dass alle AG-Teilnehmer/innen bis dahin in ihrem Tätigkeitsfeld zu dem Thema recherchieren. Er könnte sich gut vorstellen, dass ein betroffener Jugendlicher/eine betroffene Jugendliche in der Sitzung von eigenen Erfahrungen berichtet. Für viele der anwesenden KPR-Mitglieder ist das Thema „Cyber-Mobbing" noch sehr abstrakt.

Im Anschluss berichtet Herr Riechert über die verschiedenen Aktivitäten im Bereich des Streetworks aus dem letzten Jahr und gibt einen Ausblick auf geplante Aktionen.

Stadtverordnete Schuldt fragt nach, ob bereits Maßnahmen geplant sind, um Jugendliche mit Migrationshintergrund in seine Arbeit zu integrieren. Herr Riechert erwidert, dass seine Angebote grundsätzlich für alle offen sind. Maximilian Kruse vom KJB
teilt mit, dass der KJB Aktionen mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund plant. Herr Görrissen ergänzt, dass die Sportvereine auch als Anlaufpunkt für jugendliche Migranten dienen.

Bürgermeister Voigt bedankt sich bei den Anwesenden für ihr gezeigtes Interesse an der Arbeit des Kriminalpräventiven Rates. Er beendet die Sitzung um 19:30 Uhr.

Oldenburg in Holstein, 02.02.2015

F.d.R. gez. Saba
(Koordinator KPR)

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