Die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates im vergangenen Jahr bestand aus zwei großen Themenfeldern. Zum Einen musste das von der AG" Gewalt" ins Leben gerufene Projekt „ Integration von Jugendlichen mit abweichenden Verhaltensmustern" zum 30.06.2013 zum Abschluss gebracht und einzelne Module dieses Projektes auf „eigene Beine" gestellt werden. Nachdem die Förderung des Projekts ausgelaufen war und damit auch der CVJM, namentlich Herr Heiner Backer, als Leiter der Maßnahme ausschied, galt es sicherzustellen, dass wichtige Aufgaben wie zum Beispiel die Reduzierung des Schulabsentismus, die aufsuchende Jugendarbeit (Streetwork) und
die Fallkonferenzen weiterhin im Fokus bleiben und Hilfsangebote fortgesetzt bzw. erweitert werden. Hierzu gab es Netzwerktreffen, um die Arbeit im Projekt und die erreichten Ergebnisse zu reflektieren und daraus Konsequenzen für die weitere Arbeit abzuleiten.

Für Kontinuität im Streetwork und bei der Koordinierung und Durchführung der sogenannten „Fallkonferenzen" steht der Stadtjugendpfleger Herr Lukas Riechert, der sich seit dem 01.07.2013 als Nachfolger von Heiner Backer um diese Bereiche kümmert. Die Fallkonferenzen haben sich bewährt und sind für viele Jugendliche und deren Eltern oftmals die letzte Chance, um vorhandene schwerwiegende Probleme mit entsprechender Unterstützung anzugehen. Nicht immer führt das auch zum Erfolg, aber es ist erfreulich, dass es nun eine Institution gibt, die quasi als „ultima ratio" der Hilfsangebote fungiert.

Auch das „Streetwork" wird von Lukas Riechert durchgeführt. Nachdem die sogenannten „Hotspots" der Jugendlichen identifiziert wurden, hat Herr Riechert sich darum bemüht, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Inzwischen kann man ein positives Zwischenfazit ziehen. Aus dem Streetwork hat sich ein Fußballprojekt ergeben, an dem ca. 40 – 50 Personen teilnehmen. Neben dem sportlichen Aspekt ist hier auch ein Raum für Gespräche und Kontakte entstanden, den es bislang in dieser Form nicht gab.

Das Problem des „Schulabsentismus"( insbesondere an der Wagrienschule) begleitet den KPR schon lange und wird ihn auch weiterhin beschäftigen. Bislang konnten keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. Mit Übernahme der kommissarischen Schulleitung durch Herr Klahre und dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Jugendhilfe stehen die Chancen aber gut, dass zeitnah positive Resultate vorgelegt werden können.

Der zweite Schwerpunkt im Jahr 2013 war die Gründung der Arbeitsgruppe „Alkohol und andere Drogen" und deren Tätigkeiten.

Nachdem die Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Kirchen, der Schulen, der Selbstverwaltung, der Polizei, der Vereine, der Schulsozialarbeit und der Stadtjugendpflege, sowie des Kinder- und Jugendbeirates und des Seniorenbeirates und natürlich der ATS Suchtberatung die Situation in Oldenburg in Holstein analysiert hatte, beschloss man, verschiedene Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

An der Wagrienschule und im Jugendtreff wurden „Suchtsprechstunden" der ATS eingerichtet, um betroffenen Jugendlichen vor Ort eine Hilfe anbieten zu können.

Unter der Regie von Herrn Wiedenhöft, Schulsozialarbeiter Wagrienschule und Herrn Sievert von der ATS, wurde ein Info-Flyer erstellt und veröffentlicht, der betroffenen Personen Institutionen als Ansprechpartner für ihre Probleme aufzeigt.

Ferner ist ein Arbeitskreis bestehend aus den Schulsozialarbeitern, der ATS, und der Stadtjugendpflege entstanden, in dem regelmäßig aktuelle Probleme behandelt werden.

Darüber hinaus gab es im vergangenen Jahr auch wieder verschiedene Jugendschutzstreifen, um die Einhaltung der Vorschriften des Jugendschutzgesetzes zu überwachen. Unter anderem fand eine kooperative Jugendschutzstreife bestehend aus Vertretern der Polizei, der Ordnungsbehörde und der Jugendpflege während des Stadtfestes statt. Besondere Vorkommnisse gab es nicht.

Am 19. November 2013 fand in Bad Malente ein Treffen der Koordinatoren der Kriminalpräventiven Räte in Ostholstein statt. Neben dem Erfahrungsaustausch über Themen wie Schulabsentismus und Rechtsradikalismus in Schleswig-Holstein, wurde auch eine engere Zusammenarbeit beschlossen.

Ein Dank für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der im KPR vertretenen Institutionen und Organisationen, ohne deren Einsatz die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates gar nicht möglich wäre.

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