Die Geschichte Oldenburgs

Oldenburg in Holstein - eine der ältesten Städte Schleswig-Holstein

mehr als 1000-Jahre Vergangenheit

Historisches Wahrzeichen ist die Wallburganlage, deren Entstehung etwa auf das Jahr 800 n. Chr.Oldenburger Wall zurückgeht. Diese Wallburganlage ist nach Haithabu die bedeutendste frühgeschichtliche Burganlage Schleswig-Holsteins gewesen. Unter dem Namen Starigard (Alte Burg) erscheint sie in den Chroniken des 11. und 12. Jahrhunderts als Hauptsitz der slawischen Fürs

ten Wagriens. Sie war in diesem Zeitraum die Metropole von ganz Wagrien, Residenz eines slawischen Stammesfürsten, zeitweilig Bischofssitz für den gesamten abodritischen Stammesverband und insgesamt eine Befestigung frühstädtischer Art mit einer dichten Innenbebauung. Oldenburg hatte Anteil an den Kultur- und Fernhandelsverbindungen seiner Zeit, insbesondere nach Nord- und Osteuropa. Langfristig durchgeführte Grabungen haben ergeben, dass sich unter dem Kern des Oldenburger Walles eine noch ältere Anlage aus germanischer Zeit befindet.

Die wichtigsten Funde und Ergebnisse langjähriger archäologischer Ausgrabungen auf dem Oldenburger Wall werden im Wallmuseum gezeigt. Dieses Museum bietet einen Blick auf die geschichtliche Bedeutung des Walles und die engen Wechselbeziehungen germanischer, slawischer, wikingischer und deutscher Kultur im Verlaufe von vielen Jahrhunderten des frühen Mittelalters - ein Museum von überregionaler Bedeutung.

Im Jahre 1143 rief Graf Adolf II. aus dem Hause Schauenburg deutsche, friesische und holländische Siedler in das Land. Im Jahre 1149 wurde die Wehr- und Siedlungsanlage Oldenburg durch eine Streitmacht des Dänenkönigs Sven Grathe erobert und zerstört. Im Jahre 1160 erfolgte die Verlegung des Bischofssitzes nach Lübeck.

Das Lübsche Stadtrecht wurde Oldenburg im Jahre 1233 durch Graf Adolf IV. verliehen. Oldenburg in Holstein zählt damit zu den ältesten Städten des Landes Schleswig-Holstein.

Durch Großbrände in den Jahren 1370 und 1773 wurden jeweils etwa zwei Drittel der Stadt vernichtet. Einen Auftakt zur Stadtentwicklung erfuhr Oldenburg im Jahre 1867 unter der Herrschaft Preußens, das es zur Kreisstadt des gleichnamigen Kreises Oldenburg in Holstein machte. Die bis dahin reine Ackerbürger- und Handwerkerstadt wurde nunmehr auch Behördenstandort. Die örtliche Etablierung der Behörden fand aber erst in der Zeit von 1910 bis 1926 in neu errichteten Gebäuden statt.

1881 wurde der Eisenbahnverkehr zwischen Neustadt und Oldenburg eröffnet, 1898 von Oldenburg nach Heiligenhafen und 1903 weiter nach Lütjenbrode und Großenbrode. 1905 war die Eisenbahnverbindung über den Fehmarn-Sund der "mittelst einer Eisenbahndampffähre" überquert wurde, bis nach Orth auf Fehmarn hergestellt.

Im Jahre 1935 wurde Oldenburg mit dem errichteten Truppenübungsplatz Putlos und der dazugehörigen Kasernenanlage Garnisonsstadt. Damit verbunden war die Eingemeindung der Gemeinden Dannau, Groß Wessek, Kröß, Ernsthausen und Putlos in die Stadtgemeinde Oldenburg. Aufgrund dessen wuchs die Einwohnerzahl von 3159 im Jahre 1930 auf ca. 5000 Einwohner an. Der starke Zustrom Heimatvertriebener führte nach dem 2. Weltkrieg zu einem Anstieg der Einwohnerzahl auf über 10.000.

Oldenburg in Holstein war bis zur Kreisreform von 1970 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, der dann mit dem Kreis Eutin zum Kreis Ostholstein fusioniert wurde. 

Ein weiteres historisches Wahrzeichen ist neben der Wallburganlage die St. Johanniskirche als erste große Backsteinkirche des Nordens. Ihre Entstehung geht auf das Jahr 1156 zurück. Der Westbau ist im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts errichtet, der Chor in der Hochgotik.

Seit 1192 besteht in Oldenburg die älteste Gilde Deutschlands, die St. Johannis Toten- und Schützengilde, die ihre Tradition in einem jährlich wiederkehrenden Gildefest im Juni pflegt. Im Jahr 1992 beging die Gilde ihre 800-Jahr-Feier. Seit 1996 ist die Geschichte im Gilde-Museum auf dem Museumshof dargestellt.

Heute ist Oldenburg in Holstein Einkaufs- Dienstleistungs- und Versorgungszentrum für den nördlichen Teil des Kreises Ostholstein. Aufgrund der geographischen zentralen Lage zwischen namhaften Ostseebädern ist die Stadt Tagesausflugsziel mit Status als Erholungsort. 

Mehr Informationen bekommen Sie auch auf der Homepage des Wallmuseums

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