Nach dem mir verschiedene Gerüchte über die Hintergründe des Ausbaus des Langen Segens zugetragen wurden, will ich auf diesem Wege und über die Presse gern einige Ausführungen zu den wahren Hintergründen machen.

Wie ich erfahren habe, machen einige Oldenburger das Museum bzw. die dort engagierten Menschen verantwortlich für den Ausbau des Langen Segens und die damit im Zusammenhang stehenden Arbeiten. Ich möchte dazu klarstellen, dass die Stadt niemals vom Museum, von der Stiftung Oldenburger Wall oder den am Museum ehrenamtlich tätigen Menschen aufgefordert wurde, Ausbaumaßnahmen am Langen Segen vorzunehmen. Einzig und allein der Zustand der Straße hat die Kommunalen Dienste und die Stadt dazu gebracht, die Planungen aufzunehmen. Diese sehen nur im ersten Bereich von der Burgtorstraße aus eine Verbreiterung der Fahrbahn vor. Auch diese Verbreiterung steht in keinem Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des Wallmuseum. Vielmehr wird jeder, der diese Straße benutzt, schon erlebt haben, dass in dem genannten Bereich bei Gegenverkehr auf den immer wieder völlig zerfahrenen Seitenstreifen ausgewichen werden muss. Im weiteren Verlauf wird die Straße nicht verbreitert, sondern in der bisherigen Größe beibehalten. Da aber der Unterbau verbessert werden muss, kann der Straßenausbau nicht durchgeführt werden, ohne die unmittelbar an der Fahrbahn stehenden und unter der Fahrbahn wurzelnden Bäume zu schädigen. Dies hat die untere Naturschutzbehörde, die die Stadt frühzeitig beteiligt hat, dazu bewogen, einer Entfernung der Bäume zuzustimmen. Auch sie hat das, unter der Maßgabe, das Ersatz gepflanzt wird, für die beste Lösung gehalten.

Mit all dem hat aber das Museum nichts zu tun. Es ist nicht nur ungerecht, die dort engagierten Personen für den Straßenausbau anzufeinden, sondern auch sehr kurzsichtig. Teilweise habe ich das Eindruck, dass manche Oldenburger die Vorstellung haben, dass uns das Engagement der aktiven Ehrenamtler am Museum Geld kostet. Das genaue Gegenteil trifft zu. Diese Menschen tragen durch ihre Arbeit in ihrer Freizeit dazu bei, dass die Betriebskosten des Museums gesenkt und Besucherzahlen erhöht werden, was dem Museum und der gesamten Stadt zugute kommt. Dementsprechend sollte die dort geleistete Arbeit auch von uns allen anerkannt werden.

Klagen über den Straßenausbau sind aber an die Verantwortlichen bei den Kommunalen Diensten und der Stadt sowie an die Stadtvertreter und mich als Bürgermeister zu richten.

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