Auf Einladung von Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt trafen sich am vergangenen Mittwoch Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Kommunen des Nordkreises im Oldenburger Rathaus, um über die geburtshilfliche Situation zu sprechen.

Nach der Schließung der Geburtsstation in der Sana Klinik in Oldenburg wurde die Daseinsvorsorge im nördlichen Ostholstein durch die Herabstufung der Eutiner Klinik zum Perinatalen Schwerpunkt (Level III) im Oktober 2016 nochmals eingeschränkt. Schwangere werden in Eutin nur noch ab der 32. Schwangerschaftswoche und Geburten erst mit einem erwartetem Gewicht ab 1.500 Gramm versorgt.

Während die Geburtshilfe bereits zum 1. August 2014 geschlossen wurde, hat das zuständige Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes bis heute den versprochenen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der geburtshilflichen Situation im Land noch nicht vorgelegt..

Die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sind sich darüber einig, dass weiterhin alles versucht werden muss, um eine Verbesserung der Situation für werdende Eltern und junge Familien zu erreichen. Hierzu gehört es auch, bislang fehlende Kriterien für die Geburtshilfe in den Krankenhausbedarfsplan aufzunehmen und hierüber die Kliniken zur Vorhaltung notwendiger Standards zu verpflichten.

Es wurde zunächst vereinbart, dass auf politischer Ebene weitere Gespräche geführt werden sollen, um deutlich zu machen, dass sich die gesamte Region gegen ein fortschreitendes Ausbluten der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum wehrt. Parallel zu diesen Gesprächen wird man aber auch andere Möglichkeiten prüfen, um die geburtshilfliche Situation im nördlichen Ostholstein zu verbessern.

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